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Feuer bewahren

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Feuer bewahren, nicht Asche anbeten, soll Gustav Mahler zum Thema Tradition gesagt haben. Der aus der Schweiz stammende Choreograph Martin Schläpfer hat  diesen Spruch graffitiartig an eine Wand in seinem Zuhause gemalt. Annette von Wangenheim wählte den Satz zum Titel ihrer filmischen Dokumentation über Schläpfers Werk. Er geht den steilen Weg zu seinem Refugium in den Schweizer Alpen; stochert in der Glut des alten Ofens in seinem Rustico und ja: um das Feuer am Glimmen oder Lodern zu halten, braucht es dieses Stochern, auch das Nachlegen neuer Scheiter.

Schläpfer lässt uns teilhaben an den Prozessen, die zu seinen Choreographien führen; man sieht ihn hochkonzentriert bei den Proben, erfährt ihn im Gespräch mit anderen, erlebt ihn in dem  eigens von Hans van Manen für ihn kreierten Tanz und folgt fasziniert seinen klaren Gedanken zum heutigen Tanz.

Schläpfer tanzte zunächst beim Stadttheater Basel unter Heinz Spoerli, war von 1994 bis 1999  Ballettdirektor in Bern, leitete das ballettmainz bis 2009 und ist seitdem Ballettdirektor der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg.

http://www.feuerbewahren.de

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