Liebe und Güte

Liebe und Güte sind Qualitäten, die wohl alle anstreben.
Sie sind unendlich verfügbar – finde ich – können immer wieder neu geweckt und gepflegt werden. Täglich. Im Alltag. Am Feiertag. In den Ferien.
Darüber zu meditieren schenkt Freude. Sich eine solch innere Verfassung anzueignen erleichtert das Leben.
Neurowissenschaftliche Studien mit Praktizierenden dieser und ähnlicher Meditationen zeigen eine Zunahme psychischen Wohlbefindens: Gefühle von Verbundenheit mit allem werden geschildert.

Hier eine kurze Anleitung zum Einstimmen:

Wähle eine Dir genehme Sitzweise, richte die Wirbelsäule gut auf, spüre worauf Du sitzt, wie Du sitzt. Du sitzt stabil und sicher.
Nimm den eigenen Atemstrom wahr, spüre wie er langsamer und tiefer werden kann.
Die Augen sind entweder geschlossen oder der Blick ruht sanft wenige Meter vor Dir.
Wecke in Deinem Herzen Liebe. Lass sie in jede Körperzelle ausstrahlen. Schenke Dir einen Satz wie: ich liebe mich so wie ich bin. Wiederhole Deine eigene Formulierung und spüre nach, fühle die Aussage.  Du kannst den Satz ein- bis dreimal wiederholen. Nicht mechanisch, sondern bewusst spürend, fühlend, erkennend. Also mit Pausen des Erfahrens dazwischen.
Da die Liebe unendlich ist, kann sie ausstrahlen:
Ich sende Liebe zu meinen nächsten Liebsten.
Auch diesen Satz ein- bis zweimal wiederholen.

Und so kann weiter meditiert werden:
Unendlich wie die Liebe ist, kann sie auch den Ort, an dem ich mich befinde, umhüllen.
Auch bei den folgenden Themen zwei- bis dreimal den Satz innerlich wiederholen. Dazwischen immer wieder die vorangegangenen Sätze wiederholen:
Ich liebe mich so, wie ich bin.
Ich sende Liebe zu meinen nächsten Liebsten.
Ich lasse den Ort, an dem ich bin, von Liebe erfüllt sein.
Unendlich wie die Liebe ist, reicht sie auch dorthin, wo ich herkomme.
Ich sende Liebe dorthin, wo ich herkomme.
Unendlich wie die Liebe ist, kann sie auch jene erreichen, die vorausgingen.
Ich sende Liebe jenen, die vorausgingen.
Ich sende Liebe dorthin, wo ich Schwierigkeiten habe.
Was mir Schwierigkeiten bereitet, hülle ich in Liebe ein.
Unendlich wie die Liebe ist, kann ich sie über den ganzen Erdball senden, besonders dorthin, wo Konflikte und Kriege herrschen.
Ich sende Liebe über den  Erdball.
Ich liebe mich so, wie ich bin,  lasse die Liebe ausstrahlen zu meinen nächsten Liebsten, an den Ort, an dem ich mich befinde, dorthin, wo ich herkomme. Ich sende Liebe jenen, die vorausgingen, hülle in Liebe ein, was mir Schwierigkeiten bereitet. Und ich lasse die Liebe, unendlich wie sie ist, über den Erdball strahlen.
Ich atme Liebe ein und Frieden aus. Ich atme Frieden ein und Liebe aus.
Liebe und Frieden mit jedem Atemzug - für dich selbst und für die Welt.
Kreiere ein wirksames Wort, dein Mantra, und schicke es dorthin, wo es positive Wirkung entfalten möge.
Mögen Liebe und Frieden die Welt umspannen.
Spüre deinen Atem.
Bedanke dich für die Erfahrung.
In dieser Weise dauert die Meditation ungefähr 20-25 Minuten. Inspiriert wurde ich durch die buddhistische Metta Meditation, die ich in verschiedenen Traditionen erlebte. Auch Sufi-Meditationen regten an ebenso wie christliche Gebete und Segnungen sowie schamanische Praktiken.
Beim Anleiten in meinen Kursen formuliere ich der jeweiligen Stimmung, der Zeit entsprechend. Es ist mir klar, dass ich Wünsche äussere, Hoffnungen ausdrücke, Vorstellungen wecke. Ich glaube, dass Worte wirken. Darum entwickle, pflege ich positive Gedanken, imaginiere wohltuende Gefühle, hoffend, dass die Worte Liebe, Weisheit, Frieden, Freiheit mit Inhalt gefüllt werden. Glückauf.

Luna Yoga