Luna Yoga – Lebensfreude in der Türkei

türkischer TeeYoga heißt verbinden – sieben Frauen und ein Mann haben diese Definition täglich von der Matte auf die Luna Yoga Ferien-Woche im Olympos Mitos in der Südtürkei übertragen.

Je zwei Stunden morgendliches und abendliches Recken und Strecken dehnte die Glieder, liess die Gelenke geschmeidiger gleiten und erlaubte, die eigene Kraft zu spüren. Neue Bewegungen wurden erprobt, alte Muster in Frage gestellt. Frische Früchte lockten zum Frühstück, wo auch salzige Varianten sowie unbekannte Gewürze und Kräuter mit Genuss probiert wurden.

„Was unternehmen wir heute?“ bestimmte die meist sonnigen Morgenrunden im Garten, zu denen der Hausherr Talat seine Vorschläge beisteuerte. Die alte Ausgrabungsstätte Olympos mit ihren verfallenen Gräbern, einstürzenden Tempeln und Kirchen wurde erkundet, der Strand mit den letzten noch geöffneten Cafés besucht, Salomé tauchte gar in die kühlen Fluten, während wir anderen gerade türkischen Kaffee und Tee bestellten…

Ein andermal wanderten wir über Stock und Stein, Hügel und Täler zur Pfannkuchen Station. Gözleme – so der türkische Name wurden salzig und süss gekostet. „Ah und welches Kraut hängt denn da?“ Schwupps bereiteten Mutter und Schwiegertochter einen Tee daraus – wohltuend für die Bäuche der Frauen und Männer bedeuteten sie uns.

Mit Cenan aus Adrasan durchstreiften wir Orangen- und Olivenhaine, schweiften durch Wiesen und Felder vorbei an Kaki- und Granatapfelbäumen und erreichten nach mehr als drei Stunden die Bucht seines Heimatorts, beladen mit Orangen, Mandarinen und Granatäpfeln, die uns unterwegs von freundlich winkenden Bauern und Bäuerinnen überreicht worden waren – so immer wieder Verbindung erlebend. Ein Regentag wurde zum Postkarten und Tagebuch Schreiben genutzt, Katzen unterstützten schnurrend und schmusend erholsames Räkeln auf Sofas und Bänken, gern spielten sie mit den Wollknäueln der Strickenden…

Der Markt in Kumluca verwöhnte alle Sinne: die Nase schnupperte unbekannte Wurzeln, Kräuter, Pulver; der Mund durfte hier vom Käse, dort vom Yogurt, da von den Oliven kosten; die Augen wurden durch Farben und Formen unvertrauter Feldfrüchte entzückt; die Ohren versuchten in den türkischen Marktrufen einen Sinn zu entdecken und herzliches Schulterklopfen ermunterte zum Kauf von Sesam und Safran, Myrte und Mandeln sowie getrockneten Maulbeeren. Granatäpfel wurden pur gegessen, ihr Saft und Wein getrunken, der Sirup über die Speisen geträufelt. In der Vollmondnacht zum Nikolaustag suchten wir die Chimären auf, sangen an züngelnden Flammen türkische und deutsche Lieder, lernten von Cengis und Yüksel türkische Tanzschritte.

Kehrten wir abends von der Yogahalle auf dem Hügel zum Nachtmahl hinunter, trafen wir auf die Arbeiter und Ingenieure, die das zweite Schwimmbad errichteten. Eylem, Luzernerin türkischen Ursprungs, vermittelte mit Vergnügen zwischen den Kulturen. Dank ihr konnten wir nach dem Abendessen mit Spielen und Singen Verbindungen knüpfen. So vertieften wir nicht nur dem Yoga gemäss die Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele, sondern freuten uns an der Verbindung zur Natur, zu den Tieren, zu Land und Leuten und erfuhren mit dem zunehmenden Mond die Fülle des Lebens. Cok Tessekürler – von Herzen Dank!

Ihre Adelheid Ohlig

Weitere Reisen mit Adelheid und mehr zu ihrem Yogastil erfahren Sie auf Adelheid Ohligs Portraitseite bei Neue Wege.