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Canterbury Sisters

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In der Bahn las ich einen Auszug aus den „Canterbury Schwestern“, beteiligte mich an einem Preisrätsel dazu und kaufte mir vor der nächsten Reise in der Bahnhofsbuchhandlung Kim Wrights Buch.

Eine vergnügliche Lektüre: neun US-Amerikanerinnen erzählen auf dem Pilgerweg von London nach Canterbury aus ihrem Leben. Jede auf eine andere Art, jede neugierig machend, was sie wirklich sagen möchte. Ehen spielen eine Rolle, die eigenen Lebensentwürfe werden hinter einem Märchen versteckt oder einer alten Sage, ein Image wird aufgebaut, ein anderes zerstört. Ratschläge werden erteilt: „Wenn der Schuh nicht passt, zieh ihn nicht an“ oder „Wenn du es zählen kannst, zählt es nicht“

Und mittendrin Sätze wie diesen:

„Religion ist nichts weiter als das Studium der Erfahrungen, die andere mit Gott gemacht haben. Aber wahre Spiritualität ist die Gelegenheit, deine eigene Erfahrung mit Gott zu machen.“ (S. 135).

Ein Selbstfindungstrip, den ich gern lesend begleitete.

 

Kim Wright: Die Canterbury Schwestern, Ullstein Verlag, Berlin 2016, aus dem Amerikanischen von Elfriede Peschel, 377 S.

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