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Die helle Stunde

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Wie gelingt es dieser sterbenskranken Frau von 38 Jahren, die ihren 40. Geburtstag nicht erleben wird, so hell und selbstverständlich über ihren Krebs, seine Metastasen und ihre Familie zu schreiben? Ihr Alltagsleben, die Veränderungen darin kleidet sie auf selbstverständliche Weise in Worte, benennt ihren Zustand, beschreibt ihre Klinikaufenthalte genau so klar wie die Parisreise kurz vor ihrem Tod. Alles ist ihr eins und keinesfalls egal. Höhe- und Tiefpunkte werden erkennbar. Sterben ist nicht das Ende der Welt, hatte ihre Mutter, die gleichfalls an Krebs starb, gesagt. Doch es ist das Ende ihrer Welt, der Welt von Nina Riggs. Sie hinterlässt ein Buch, das eine würdevolle Gelassenheit ausstrahlt. Kein Krebskampf, kein Jammern. Einfach da sein mit ihrem Mann, ihren beiden Buben, ihrem Vater, ihren FreundInnen. Helle Stunden leuchten im Augenblick.

Nina Riggs: Die helle Stunde – ein Buch vom Leben und Sterben, btb München Random House 2017, 347 Seiten, aus dem Amerikanischen von Antoinette Gittinger und Gabriele Würdinger

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