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Die Welt verbessern

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«Wenn man mich fragt, was für mich die Fantasie bedeutet, antworte ich: Fantasie ist die Suche nach einer besseren Welt» sagt der 2012 im Alter von 104 verstorbene brasilianische Architekt Oscar Niemeyer. Als einziger Architekt der Welt entwarf er eine ganze Hauptstadt (1957-1964):  Brasilia. Zeitlebens setzte er sich für eine bessere Welt für alle ein: «Die Architektur ist ein Vorwand. Wichtig ist das Leben, wichtig ist der Mensch, dieses merkwürdige Wesen mit Seele und Gefühl, das nach Gerechtigkeit und Schönheit hungert.» In diesem Büchlein sind Interviews versammelt, die Niemeyer in seinen letzten Lebensjahren gab. Darin formuliert er klar seine Grundsätze: «Wir brauchen Schönheit. Wir dürfen die Zukunft erfinden.» Er spricht über Vorbilder und Freundschaften, über die Mehrheit, für die wir eintreten müssen. Während der Zeit der Militärdiktatur (1964-1985) wurde er öfter vorgeladen und gefragt, was er und seine Gruppe denn wollten: die Gesellschaft verändern, lautete seine Antwort. Bis zu seinem Tode entwarf und verwirklichte Niemeyer Architektur für seine Vorstellung einer lebenswerten Welt. Ich staune wie aus den zierlich-zarten Zeichnungen beeindruckende Betonbauten wurden. Gar zu gern würde ich mich selbst darin bewegen und erleben, erfahren wollen….
Seine Worte, seine Werke, seine Visionen regen an, Schönheit und Gerechtigkeit im Alltag zu erschaffen.

Oscar Niemeyer: Wir müssen die Welt verändern, aus dem Italienischen von Friederike Hausmann, herausgegeben vonn Alberto Riva, Kunstmann Verlag München 2013, 95 Seiten

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