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Krücken

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Krücken – das Wort erschreckte mich. Es passte allerdings mit den K-Lauten gut zum vorangegangenen kecken barfuss laufen. Doch standen Kübel im Weg, voll schwerer, stinkender Küchenabfälle. Ein Kübel krachte auf die Aussenseite des rechten Fusses, brach den Mittelfussknochen des kleinen Zehs. Der Hausarzt schickte mich humpelnd zum Röntgen, zum Orthopäden, in die Notaufnahme. Dort wurde Liegegips nach 3stündigem Warten appliziert. Die junge Krankenschwester drückte mir zwei lilafarbene Krücken in die Hand, nachdem der Gips getrocknet war. Flugs schwang ich mich aus dem Gipsraum, spürte meine Arm- und Schultermuskeln und erfuhr drei Wochen lang höfliche und hilfsbereite, freundliche und fröhliche Begegnungen.

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München Bogenhausen, Schwabing

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