Arendt: Hoffnung

Hoffnung

„Dass wir Hoffnung haben dürfen, hat damit zu tun, dass das Leben unberechenbar ist und dass auch die Menschen unberechenbar sind.
Und nur, weil wir alle so unberechenbar sind, hat auch das Unwahrscheinlichste eine gewisse Wahrscheinlichkeit.
Und alles, was rational nicht zu erwarten wäre – das darf trotzdem erhofft werden.
Weil eben ganz viele Leute an ganz vielen Stellen immer unberechenbare Entscheidungen treffen, ist die Summe des Ganzen nie im Voraus kalkulierbar.
Die Hoffnung ist also tatsächlich eine vernünftige Angelegenheit.“

Hannah Arendt 1906-1975