Fata Alpina

Die Berge strahlen weiss und rosa schimmernd im milden Föhn des Frühlings. Wolken wabern davor, beinah erscheinen sie wie durchsichtige Gardinen. Darin spiegeln sich die Gipfel, doch nicht als Eins zu Eins, sondern ähnlich gebrochen, wie wenn ich einen Arm ins Wasser tauche und der sich nicht in einer Linie fortsetzt, sondern leicht versetzt. Oder wie die Fische im Wasser nicht da sind, wo meine Augen sie vermuten, sondern ein bisschen weiter weg stumm doch grossmäulig zurückschauen. Das Naturschauspiel packt mich: fasziniert verfolgen meine Augen diese Fata alpina, stelle ich mir doch so eine Fata Morgana in der Wüste vor.