Bergbegeisterung

«Beginne zu entdecken», mit diesem verlockenden Slogan begrüsst das Hotel Vier Jahreszeiten in Mandarfen/St. Leonhard im Tiroler Pitztal seine Gäste. So entdeckten wir, die Neue Wege Gruppe, die zur Sommerfrische Ende Juni anreiste, Tag für Tag Neues.

Jeder Morgen startete mit einer stillen Meditation und wurde sodann mit feinen oder kräftigen Dehnungen, Streckungen, Bewegungsfolgen, Haltungen, Stellungen aus dem Luna Yoga begrüsst. Dabei entdeckte die eine bisher ungeahnte Kräfte, die andere spürte Muskeln, die bis dato eher unvertraut waren, eine andere merkte, wie mühelos der Atem verlangsamt und verlängert werden kann.

Das Frühstück wartete täglich mit einem anderen warmen Brei auf: Hafer, Griess, Fünfkorn, Mais…Verschiedene Smoothies standen bereit: Erdbeere, Himbeere, Heidelbeere, Vanille… Ob wir alle Brotsorten oder Käsevarietäten durchprobiert hatten, konnten wir bis zum Schluss nicht sagen. Die hoteleigene Morgenpost lieferte den Wetterbericht, machte neugierig aufs Abendessen und gab einen Spruch als positive Ausrichtung für den Tag mit. Das Pläneschmieden bestimmte die Morgenrunde: hinauf oder hinunter? Zum Rifflsee auf 2.300 m Höhe oder zu einem der Wasserfälle? Den Bach, der namensgebenden Pitze,  entlang oder dem Gletscher zu? Skulpturen entdecken oder Tiroler Sagen beim Wandern erkunden? Ausserdem warteten 3 verschiedene Erholungsbereiche mit Schwimmbecken, Whirlpool, Saunen, Dampfbädern, Kosmetik- und Massagebehandlungen auf Nutzung. So konnte jede das für sie an diesem Tag Stimmige wählen: Wandern und walken oder erholen und entspannen. Manchmal reichte die Zeit gar für beides.

Vor dem Abendessen durften die Glieder wieder in alle Richtungen gestreckt und gedehnt werden; die Wirbelsäule wurde mit Vor- und Rück- sowie Seitbeugen und Drehungen beglückt. Die Venen freuten sich über entlastende Beinübungen. Ausgiebiges Entspannen schenkte frische Energie.

Der fröhliche Koch hatte jedem Abendessen ein Motto zugeordnet und die Menüs – vegan und konventionell – danach ausgerichtet:  Einmal traf sich die Welt im Pitztal, dann gab es Klassiker aus Tirol, ein anderes Mal folgten die Speisen den fünf Elementen der chinesischen Küche oder wir gustierten die kulinarische Vielfalt Österreichs.

Meist waren wir die letzten, die vom Tisch aufstanden: Gesprächsstoff ging uns nie aus.

Frisch gestärkt an Körper, Geist und Seele und beglückt durch die herzliche Atmosphäre im Haus verliessen wir das 1682 m gelegene Mandarfen/St. Leonhard um etliche enztückende Entdeckungen reicher.