Arendt: Hoffnung

Hoffnung "Dass wir Hoffnung haben dürfen, hat damit zu tun, dass das Leben unberechenbar ist und dass auch die Menschen unberechenbar sind. Und nur, weil wir alle so unberechenbar sind, hat auch das Unwahrscheinlichste eine gewisse Wahrscheinlichkeit. Und alles, was rational nicht zu erwarten wäre - das darf trotzdem erhofft werden. Weil eben ganz viele zum Artikel

Arendt: geboren sein

Die deutsch-amerikanische Philosophin Hannah Arendt sieht im Geborensein die grösste Hoffnung. Jeder Mensch sei ein Neuanfang, der das unendlich Unwahrscheinliche ermöglichen kann.  Der Neuanfang mute uns in lebendiger Erfahrung wie ein Wunder an. Natalität - Geborensein Das Wunder, das den Lauf der Welt und den Gang menschlicher Dinge immer wieder unterbricht und von dem Verderben zum Artikel

Istanbul 24 h

Durch Istanbul spazieren mit einer, die sich auskennt. Christiane Schlötzer-Scotland lebte zwischen 2001 und 2021 fast zwölf Jahre in Istanbul. Als Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung und des Zürcher Tagesanzeigers lernte sie die Stadt und ihre EinwohnerInnen schätzen. Sie nimmt uns mit auf eine virtuelle Stadtführung. Im Morgengrauen wandern wir mit dem ersten Hahnenschrei los, begegnen zum Artikel

Hilfe im Regen

Heute fummelte ich im Regen vor dem Radl-Laden in München an den Ventilen, um die Reifen aufzupumpen. Da ich mir vorher tief in die Fingerkuppe des linken Daumens geschnitten hatte, vermochte ich nicht, sie zu öffnen. Ein junger Mann trat aus dem Laden: "ich mach das gern für Sie" und schwuppdiwupp hatte er beide Reifen zum Artikel

Leben heisst frei sein

Wieder einmal kam ein Buch zu mir, dessen Autorin mir geläufig war, hatte ich doch ihren wohl grössten Erfolg vor Jahrzehnten begeistert gelesen: Benoîte Groult (1920-2016) beschrieb 1988 mit dem erotischen Roman «Salz auf unserer Haut» weibliche Leidenschaft. Sie schildert darin freizügig ihre jahrzehntelange Liebschaft, die sie während ihrer ebenfalls Jahrzehnte währenden Ehe pflegte. Jetzt zum Artikel

Alliterationen achten

Alliterationen ahnen Ausgefalllenes, wollen auffallen, am besten angenehm auffallen. Die von Margaret Atwood, *1939 Ottawa/Canada, unter dem Titel «A trio of tolerable tales» lassen schon beim Schmökern schmunzeln, scheinen auf den ersten Blick für Kinder geschrieben worden zu sein, doch erfreuen sie erst recht das Kind in uns. Ebi Naumann, *1949 Kiel, ein Theatermensch, übersetzte zum Artikel