feminist fight club

Kämpfen, warum immer kämpfen? Wie oft taucht dieses Wort in unserem Sprachgebrauch auf? Inflationär und achtlos wird es benutzt, finde ich. Unser Wortschatz ist  reicher und viele Situationen lassen sich anders beschreiben als mit Kampf. Die Stimmung würde sich ändern, wären wir bereit, nach den passenden Worten zu suchen. Hätte das Buch „Feminist Fight Club“ zum Artikel

Heimat

Heimat – ein Gefühl? Ein spezifischer Ort? Die Vorfahren? Vertrautheit? Die Sprache? Der Akzent? Die Erzählungen? Die Geschichte? Die Erinnerungen? Alte Fotos? Briefe in nicht mehr lesbarer Schrift? Mit all diesem setzt sich die 1977 in Karlsruhe geborene Nora Krug auseinander – seit sie in Brooklyn lebt. Da sie Bühnenbild, Dokumentarfilm und Illustration in Liverpool, zum Artikel

Familien

Zart und zäh, zierlich und zentriert das Erscheinungsbild der Autorin bei der Lesung – ähnliches vermittelt der Text. Menschen in ihrer Zartheit und Zärtlichkeit, denen das Leben Zähigkeit und Zuversicht abverlangt. Christina Karrer, Afrika-Korrespondentin des Schweizer Fernsehens, holt ihre demente Mutter zu sich nach Johannesburg in Südafrika. Ihre Mutter, zu der sie als Kind und zum Artikel

Gärtnerinnen

Gärten bezaubern. Wahrscheinlich ist es das Zusammenspiel von Natur und Kultur, das mich entzückt. Und bei diesem Buch war es wieder einmal der prachtvoll-blumige Einband, der mich lockte wie auch die zahlreichen Bilder von Gärten, Blumen, Gärtnerinnen, Schmetterlingen. Zwar wurden von alters her Blumen und Gärten den Frauen zugeordnet, doch Gartenbauschulen durften sie erst ab zum Artikel

Mondhitze

Wechsel und Wandel. Wie erleben Menschen diese Phasen? Wie gehen sie damit um? Wie geht es einer Familie damit? Gioconda Belli, nicaraguanische Dichterin, beschreibt beinah atemlos wie durch einen Unfall das Leben einer Familie sich ändert. Wie die Frau, die unachtsam einen Mann beinah überfuhr, dadurch aus ihrem Alltag gerät, diesen in Frage stellt und zum Artikel

Politik und Liebe

Was für eine Verbindung: Politik und Liebe machen! Dieses Kunststück gelingt der Autorin mit ihren Kolumnen, die sie seit Jahren für zwei Schweizer Tageszeitungen schreibt. Denn wie schon die 1968er Bewegung formulierte: das Private ist politisch und das Politische ist privat. Alles ist miteinander verwoben, hat Auswirkungen aufeinander. Sie imaginiert oder verdichtet wahrscheinlich aufgeschnappte Gespräche zum Artikel

Katzenweihnacht

Wie beinah immer vor meinen Zugreisen spaziere ich in die Bahnhofsbuchhandlung. Zu meinem Glück gibt es die noch immer. Ich streife herum, stöbere, lese erste Sätze, ich schaue die Umschläge an, ich streife kurz die Bestsellerlisten, die an dem dafür reservierten Regal hängen. Lasse mich von Sonderangeboten überraschen, schlage die ersten Seiten auf, lese ein zum Artikel

Morrisons bildreiche Sprache

Was mich an diesem Buch in den Bann zog: die bilderreiche Sprache, die ungewohnten Vergleiche, die Beschreibung von Farben und natürlich der Anfang: zwei Hauptsätze und schon will ich wissen, wie es weitergeht. Diese Bilder bereiteten mir Freude: S. 22: Andere mögen die Landschaft beidseits des Highways hübsch finden, aber sie ist so voll von zum Artikel

Donna Leon

Ob ich alle Venedig Krimis von Donna Leon gelesen habe? Ich glaube, ja. Ich mag diesen leichten Stil des Erzählens, mag es die Familie Brunetti langsam zu kennen, freue mich an der Cleverness der Sekretärin Signorina Elettra, geniesse die Beschreibungen der Mahlzeiten, die mich allein durchs Lesen satt machen und in italienische Ferien versetzen. Zudem zum Artikel