Arendt: geboren sein

Die deutsch-amerikanische Philosophin Hannah Arendt sieht im Geborensein die grösste Hoffnung. Jeder Mensch sei ein Neuanfang, der das unendlich Unwahrscheinliche ermöglichen kann.  Der Neuanfang mute uns in lebendiger Erfahrung wie ein Wunder an. Natalität - Geborensein Das Wunder, das den Lauf der Welt und den Gang menschlicher Dinge immer wieder unterbricht und von dem Verderben zum Artikel

Leben heisst frei sein

Wieder einmal kam ein Buch zu mir, dessen Autorin mir geläufig war, hatte ich doch ihren wohl grössten Erfolg vor Jahrzehnten begeistert gelesen: Benoîte Groult (1920-2016) beschrieb 1988 mit dem erotischen Roman «Salz auf unserer Haut» weibliche Leidenschaft. Sie schildert darin freizügig ihre jahrzehntelange Liebschaft, die sie während ihrer ebenfalls Jahrzehnte währenden Ehe pflegte. Jetzt zum Artikel

Denken

Zu viel denken = grübeln. Wo führt das hin? In die Absurditäten des modernen Lebens. Nina Kunz, Jahrgang 1993, beschreibt in ihren Kolumnen für das Magazin des "Tagesanzeigers", der "Zeit", wie sich das Leben einer jungen Frau anfühlt, welche Gedanken ihr durch den Kopf gehen, wie sie von ihrem Smartphone beherrscht? getrieben? abgelenkt? wird – zum Artikel

Astrologie

Endlich ein Buch, das ich Neugierigen auf Astrologie empfehlen kann. Klar, ich weiss, dass Astrologie umstritten ist. Doch da ich selbst seit Jahrzehnten immer wieder interessante, meine eigene Skepsis überrumpelnde Erfahrungen mache – aktiv wie passiv – beschäftige ich mich weiterhin forschend und fragend damit. Nicolas schreibt klar, definiert die Grundbegriffe der Astrologie, bleibt ehrlich, zum Artikel

Aviva Steiner 1930-2020

Aviva Steiner war eine meiner wichtigsten Lehrerinnen. Anfang der 1980er Jahre lernte ich sie kennen, nachdem ich auf einem der ersten internationalen Frauengesundheitskongresse von ihr gehört hatte. Eine us-amerikanische Feministin, die in einem niederländischen Frauengesundheitszentrum naturheilkundlich arbeitete, hatte über Reuma Cohen, die damals in Paris lebte, von Aviva erfahren und in einem Beitrag von Mens-Yoga zum Artikel

Mutterschaft

Mutterschaft und Menstruationszyklus, I-Ging und Befindlichkeit, Individuum und Gesellschaft, Single und Paar, Mutter und Tochter – zwischen all diesen Seinszuständen mäandert die kanadische Autorin Sheila Heti in ihrem jüngsten Buch. Zwischen ihrem 30. und 40.Lebensjahr beschäftigte sie sich reflektierend mit der Möglichkeit Mutter zu werden. In Kapiteln, die sie nach den Phasen des Menstruationszyklus benennt, zum Artikel

freundlich sein

«Was willst du werden, wenn du gross bist? Freundlich, sagte der Junge» Welch kostbarer Satz, wie tröstlich. Der Junge ist einsam, sucht seinen Weg. Der Maulwurf weiss Rat: «Was denkst du, was Erfolg ist?» fragte der Junge. «Zu lieben», sagte der Maulwurf». Der Junge hat viele Fragen und seine tierischen Gefährten geben ihm brauchbar beglückende zum Artikel

Bücher zur Zeit

Der bekannte Hühnermaler liess das kluge Federvieh den Alltag von Frühling bis Sommer 2020 kommentieren: als das Klopapier alle ist, wird halt etwas anderes gekauft (Weinflaschen); während Huhn mit Perlenkette weise spricht, den Humor nicht zu verlieren, brüllt Huhn 2 „Du blöde Kuh“. Huhn 1 und 2 unterhalten sich, klar, mit Abstand. Doch vom Balkon zum Artikel

Mutter verabschieden

«Es ist später als Du denkst» lautet die Inschrift auf einem Marmorstein in Laas, Südtirol. Mit diesem Motto, das später noch einmal im Buch auftaucht, beginnt die Geschichte des Abschieds vom wohl wichtigsten Menschen in unserem Leben: der Mutter, die uns getragen, geboren, genährt hat. Die Autorin, Fachärztin für Psychiatrie, nimmt sich die Zeit, die zum Artikel