Wayne McGregor – Philosophie getanzt

Tanz geschieht in der Zeit, ist ein Kind der Zeit, lässt Zeit erfahren. Wie aufregend, in die Tanzvisionen eines philosophischen Choreographen einzutauchen. Die Münchner Oper gewährte in der Ballettfestwoche in diesem Frühling das Erleben des rechten Augenblicks – Kairos – und der Leere – Sunyata. Kairos, der Gott des stimmigen Moments, muss im Jetzt gepackt zum Artikel

Onegin

Wie bewegen sich Menschen in der Zeit? Bewegt die Zeit die Menschen? Gefühle – Emotionen – sind per definitionem Bewegung nach aussen. Wunderbar zu beobachten im Ballett. Schritte, Gebärden, Gesten, Kopfhaltungen – alles spiegelt die Zeit, reproduziert vergangene Zeiten, wirft einen Blick, einen Fuss, eine Hand in die Zukunft. Seit über 40 Jahren wird Onegin zum Artikel

Bella Figura

Bewegung geschieht in der Zeit. Ähnlich wie Musik vergeht sie und war in diesem Moment stimmig. Sie geschieht auch in den Zeiten. Die Bühne ist offen, die TänzerInnen wärmen sich auf – dann schliesst sich der Vorhang. Wann fängt etwas an? Bella Figura heisst die Hommage an Jiří Kylián in der Oper Zürich. Eine gute zum Artikel

Was die Welt zusammenhält

Was die Welt im Innersten zusammenhält? Bewegung! Das sagen alte indische Schriften und das ist der Eindruck, den das Ballett „Faust“ an der Oper in Zürich gibt. Der alte Schulstoff wurde vom Choreografen Edward Clug entrümpelt und frisch und frei in formidable Formen übersetzt. Die eigens dafür komponierte Musik von Milko Lazar lässt Tänzerinnen und zum Artikel

Model – Metric Dozen

Diese Aufführung in der Choreographie von Richard Siegal/The Bakery im Rahmen der Münchner Ballettfestspiele machte mich ratlos: Technisch, tänzerisch brillant. Allerdings: meine Ohren mochten den musikalischen Lärm genau so wenig wie meine Augen das Stroboskop Flirren schätzten. Erschöpfung spürte ich, ob sie beabsichtigt war? Schien doch das Thema – den heftig wummernden Tönen nach – zum Artikel

Sacre du Printemps

Frühlingsopfer oder auch Frühlingsweihe wird der Titel von Igor Strawinskys Ballettkomposition übersetzt. Bilder aus dem ländlichen Russland wollte er damit auf die Bühne und zu Gehör bringen: „..die leuchtende Auferstehung der Natur schildern, die zu neuem Leben erweckt wird…die Auferstehung der ganzen Welt.“ (Erinnerungen, Mainz 1957). Die Uraufführung 1913 in Paris geriet ob der Wucht zum Artikel

Das triadische Ballett

Triade – Dreiklang: eine Tänzerin und 2 Tänzer kastenförmig kostümiert tanzen Bauhaus. Bizarr, bezaubernd, bunt. 40 Jahre ist es her, dass der Münchner Ballettdirektor Ivan Liška und seine Frau Colleen Scott dieses Stück des Bauhauskünstlers Oskar Schlemmer getanzt haben. Nun haben sie es in der Rekonstruktion von Gerhard Bohner und mit der Musik von Hans-Joachim zum Artikel

once upon

„Once upon an ever after“ – es war einmal und geht so weiter. 2008 choreographierte Terence Kohler zu Peter I. Tschaikowskys letztem Werk, der Symphonie No 6 „Pathétique“, eine Tanzreise durch die Ballettmärchen vergangener Epochen. Giselle, Dornröschen und Schwanensee hat die Künstlerin rosalie für die Münchner Staatsoper sowohl eingekleidet wie auch in die Lichtinstallation des zum Artikel

Terpsichore

Die altgriechische Muse des Tanzes Terpsichore war sichtlich präsent an diesem Abend in der Münchner Staatsoper: sie, die Tanzfreudige und auch die mit dem Tanz Erfreuende führte durch einen Abend, der alle Sinne belebte. Die Gala – wie ein vorweg genommener Abschied des 18 Jahre lang kreierenden Ballettdirektors Ivan Liška – wirkte emotional wie auch zum Artikel

Kameliendame

Die tragische Geschichte der lungenkranken Kurtisane und ihres Liebhabers. John Neumeier choreographierte den Roman von Alexandre Dumas dem Jüngeren erstmals 1978 in Stuttgart. Nun wurde das Ballett zum 97. Mal in der Staatsoper München aufgeführt: Frédéric Chopins Musik packte, das Bühnenbild von Jürgen Rose, der auch die Kostüme entwarf, führte in die Zeit Mitte des zum Artikel